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Wasserstadt Vodňany

 

 
 

Wasserstadt Vodnany?

Ja – es gibt einen Wasserüberfluss in Vodnany – schon der Name der Stadt(Voda=Wasser) ist vom Wasserelement durchtränkt. Es ist kein Wunder, überall in der Umgebung finden wir Teiche und vor allem den Fluss Blanice. Der war hier schon von Anfang, brachte den hiesigen Anliegern Reichtum – dank der Goldwäscherei – und ein gutes Auskommen - durch den Fischfang – sowie später die Gründung von Dutzenden von Teichen, die dieser malerischen Landschaft ihren einmaligen Charakter gegeben haben, mit dem wir unterbewusst die Poesie Südböhmens assoziieren. Das Wasser hat die Stadt auch im Wallgraben, einem Teil des städtischen Verteidigungssystems, geschützt. Das Wasser in der Gestalt des Lebensbrunnens mit der Statue des Mädchens, eines Symbols für die Freiheit, fehlt nicht einmal auf dem malerischen Stadtplatz.

Der königlichen Stadt auf dem alten Handelsweg von Prachatice nach Prag hat das Wasser die Erträge auch mit der Durchquerung dieser an Sümpfen reichen Landschaft gebracht – die Zoll- und Mauteinnahmen waren für die Stadt eine ansehnliche Einkommensquelle.

Und weil der Wohlstand auch Übermut erzeugen kann: allein die Geldstrafen für die gegenseitigen Beleidigungen unter den Bürgern sollen so viel betragen haben, dass sie gegen das Jahr 1730 den Aufbau einer kleinen Steinbrücke über den Mühlgraben mitsamt der Statue des Wasserschutzpatrons Johannes von Nepomuk ermöglicht haben. Der Initiator dieses Bauwerks war der Vod´naner Dekan A. J. Vokoun. Die kleine Brücke ist bis heute in voller Pracht zu bewundern und zu fotografieren. Vielleicht deshalb wurde Vod´nany Aquileia Bohemorum – das böhmische Venedig – genannt. Auch heute bringen die Brücken und weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sicheren Gewinn – die Touristen kehren immer wieder hierher zurück, während es die junge und mittlere Generation der Einheimischen in die größeren Städte zieht. Trotzdem, den örtlichen Genius loci fangen am besten die Worte der zufällig hier gelandeten Besucher ein, wenn sie auf dem Marktplatz vor den Wirtsgärten der Gasthäuser aus ihren lärmenden Autos steigen und seufzen: „Ach ist das eine Ruhe und ein Behagen!“ Dieses Gefühl verzaubert einen sofort!

Dies hat auch vor mehr als hundertfünfzig Jahren gegolten, als ein berühmter und verehrter Schriftsteller, der seinen prominenten Platz auch in meiner Bibliothek hat, Julius Zeyer, Ruhe für seine Arbeit gesucht und gefunden hat. Hier in dieser inspirierenden Idylle hat er seine besten Werke geschrieben – Jan Maria Plojhar, Dům u tonoucí hvězdy (Das Haus am untergehenden Stern) und weitere.

Erst als ich wieder zu Hause war, ist mir eingefallen: So wie seine genialen, obgleich heute vergessenen Werke voll von Wunderlandschaften, mystischen Tiefen und durchgeistigten Wesen sind, so wird einmal auch die träumerische, schlichte Pracht der Stadt Vod´nany und ähnlicher Städtchen in Südböhmen zu dem größten heilenden Reichtum für die Seele der zukünftigen Generationen werden.

 Vodňany

 

 
Verantwortlich: Web editor
Enstanden / aktualisiert: 10.5.2016 / 10.5.2016

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